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Fischaufstiegshilfe am Lech zeigt beeindruckenden Erfolg

Fischaufstiegshilfe am Lech zeigt beeindruckenden Erfolg

Fischaufstiegshilfe am Lech verbindet zwei Lebensräume nach über 80 Jahren wieder

Mit der Fertigstellung der neuen Fischaufstiegshilfe an der Lech-Staustufe 11 bei Epfach wurde vor rund einem Jahr ein bedeutender Beitrag zum Natur- und Artenschutz am Lech geschaffen. In den vergangenen drei Monaten wurde die Funktion der Anlage mit Hilfe einer Reuse intensiv überprüft – mit beeindruckendem Ergebnis.

Erstmals seit etwa 1940 sind die beiden Lechstufen 10 und 11 wieder für wandernde Fischarten miteinander verbunden. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme wurde die Fischaufstiegshilfe nicht nur als Wanderkorridor, sondern auch als wertvoller Lebensraum, Laichplatz und „Kinderstube“ für zahlreiche Fischarten und Kleinstlebewesen angenommen.

Das Monitoring zeigte eindrucksvoll die Wirksamkeit der Anlage:
Neben Huchen mit bis zu 90 Zentimetern Länge wurden auch junge Bachforellen mit nur fünf Zentimetern nachgewiesen. Fast alle ursprünglich im Lech heimischen Fischarten konnten festgestellt werden, darunter Huchen, Barben, Äschen, Rutten, Bachforellen und Hasel – Arten, die heute größtenteils auf der Roten Liste stehen.

Die positiven Ergebnisse sind auch ein Zeichen für die
verantwortungsvolle Bewirtschaftung des Kreisfischereivereins Schongau, 
der seit 1972 Pächter der Lechstaustufe 11 ist. Mitzahlreichen Maßnahmen wirkt der KFV dem Verlust natürlicher Lebensräume entgegen und leistet damit einen wichtigen 
Beitrag zum Erhalt der heimischen Fischwelt.

Aber auch bei den Menschen aus Epfach, Denklingen, Dienhausen und der Umgebung findet die Anlage großen Zuspruch. Viele interessante Gespräche mit Fischern, Spaziergängern und Besuchern zeigen, dass die Fischaufstiegshilfe nicht nur ökologisch wertvoll ist, sondern sich auch zu einem besonderen Ort der Begegnung und Naturbeobachtung entwickelt hat.

Benjamin Haugg
1.Vorstand Kreisfischereiverein Schongau e.V.