Bürger- und Vereinszentrum

2018 wurde das Bürger-Vereinszentrum-Konzept von uns im Detail so entwickelt, dass es genau auf unsere Gemeindebedürfnisse zugeschnitten ist. Jeder Bürger soll einen Nutzen von unserem Bürger- und Vereinszentrum haben, ob er im Fußballsport aktiv ist oder als Zuschauer bei einem Spiel dabei sein möchte. Den Vereinen stehen, angepasst nach ihren Bedürfnissen, verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung.

Bürger die nicht im Vereinsleben aktiv mitwirken, können zu jeder Tageszeit die Gastronomie mit Terrasse nutzen. Das Restaurant-Konzept ist so ausgelegt, dass Familienfeste und sonstige Feierlichkeiten in einer gemütlichen Atmosphäre abgehalten werden können. 

Der Bürgersaal ist für große Feste, Faschingsbälle, Vereinsveranstaltungen, Musik- und Theateraufführungen ausgelegt, all das befindet sich jetzt an einem Ort. Die Organisation des Betreuungs- und Verwaltungsaufwands muss nur für ein Projekt geplant werden sowie die Außengestaltung und Parkplatzpflege. Die technische Einrichtung und Energieversorgung sowie Heizung und Sanitär muss nur einmalig hergestellt werden.

Kurz nach meinem Amtsantritt widmete ich mich der Aufgabe das geplante Bürger- und Vereinszentrum zu analysieren. Bei der Ausarbeitung eines neuen Konzepts sind alle wichtigen Aspekte berücksichtigt worden. Der Kostenfaktor wurde an den Bedarf der Vereine angepasst, ein ganzheitlich, langfristig durchdachtes Nutzungskonzept stand dabei an erster Stelle. Um das umzusetzen, musste die Planung komplett erneuert werden und die Gewinner des Planungs-Wettbewerbs von den Vorteilen überzeugt werden, auch galt es alle beteiligten Vereine für die Umsetzung zu gewinnen. Nach einem halben Jahr ist uns das gelungen, nun hoffen wir auf einen zügigen Baufortschritt.

Am 19.12.2018 hat uns der ausführende Architekt Michael Riedle, sein Team und die einzelnen beauftragten Fachplaner ein Konzept vorgestellt. Die aktuelle Plansituation wurde besprochen, im Moment steht eine Kostenschätzung von ca. 13,4 Millionen im Raum. Laut Aussage des Architekten gab es in den letzten zwei Jahren eine massive Preissteigerung in der Baubranche, was man auch im Baupreisindex vom statistischen Bundesamt verfolgen kann. Kostensteigerung ca. 20 %. 

Das planende Ingenieurbüro wurde einstimmig vom Gemeinderat beauftragt, um die Leistungsphasen gemäß vorliegendem Ingenieurvertrag bis hin zur Ausführungsplanung zügig voranzutreiben.                                                                     

Der nächste Schritt beinhaltet die Ausschreibungsphase der einzelnen Baugewerke. Eine gute Planung ist die Voraussetzung für weniger Nachträge. Unser Konzept ist gut durchdacht und es wurde nichts der Willkür überlassen.

Folgende Kriterien sind im neuen Konzept berücksichtigt:

  • Das BVZ (Bürger- und Vereinszentrum) ist komplett barrierefrei.
  • Alle öffentlichen Räume sind ebenerdig erreichbar, Kosten für die Errichtung eines Aufzugs sind nicht erforderlich.
  • Der Veranstaltungssaal ist ein ebenerdiger und einfacher Hallenbau.
  • Das Restaurant kann zum Saal hin geöffnet werden. Diese Lösung ermöglicht für Großveranstaltungen ausreichend Platz mit Sicht zur Bühne.
  • Das Restaurant kann sowohl für Feste und Feierlichkeiten mit 140 Plätzen genutzt werden und kann für den Alltagsbetrieb mit einer einfachen Schiebetür als Raumteiler verkleinert werden.
  • Der Saalausschank erfolgt vom Restaurantausschank. Durch eine Schiebevorrichtung lässt sich der Ausschank zum Saal hin öffnen.
  • Ein Cateringraum für Großveranstaltungen mit Ausgabetheken für kalte/warme Speisen befindet sich direkt im Bürgersaal. Ausgestattet mit Geschirrspülmaschine und Kühlung für Kuchenbuffet können von hier aus die Bürgersaalgäste optimal bewirtet werden.
  • Die Bar ist durch einen Außenzugang so angelegt, dass die Vereine den Barbetrieb unabhängig führen können. Eine Kühlung und Geschirrspülmaschine gehören zur Barausstattung. 
  • Die Terrasse ist teilweise überdacht und nach Süden ausgerichtet. Bei unseren Witterungsverhältnissen ist das von großem Nutzen.
  • Die Küche wurde an die Restaurantgröße angepasst und ist mit dem Catering-Raum für Großveranstaltungen erweiterbar.
  • Das Flachdach wurde durch ein für unser Dorf übliches Satteldach ersetzt.

  • Eine Hackschnitzelheizung wird sowohl für das Bürgervereinszentrum als auch für den neuen Kindergarten als zukünftige Heizungstechnik genutzt. Somit sind wir vom Öl- und Gaspreis unabhängig. Das dafür erforderliche Gebäude wird in die umliegende Bebauung integriert.
  • Für das Gebäudedach wird die Möglichkeit eine Nachrüstung „Fotovoltaik“ vorgesehen.
  • Nebengebäude für diverse Lagernutzung von Geräten und Maschinen, Vereinsbedarf und Restaurantlagerfläche sind vorgesehen.
  • WC's sind bei Großveranstaltungen erweiterbar, 4 Damen-WC's werden im Normalbetrieb genutzt und sind auf 12 WC's bei Großveranstaltungen erweiterbar. Die gleiche modulare Erweiterbarkeit ist auch für das Herren-WC vorgesehen.
  • Vereinsräume können zum Teil für das Be- und Entladen mit dem PKW angefahren werden.
  • Küche und Cateringraum sind ebenfalls für das Be- und Entladen anfahrbar.
  • 2 Kegelbahnen sind ebenerdig mit ausreichend Sitzmöglichkeit vorhanden.
  • Der Bürgersaal, Musiker- und Schützenraum sind mit Lichtfirsten ausgestattet.
  • Der Brandschutz ist auf Grund der ebenerdigen Bauweise vereinfacht und kostenreduziert. Eine Brandschutzmeldeanlage ist nicht nötig, genügend ebenerdige Ausgänge ins Freie wurden in dem Planungskonzept berücksichtigt.
  • Ein jetzt schon erstelltes gesamtes Gastro-Konzept sichert allen späteren Nutzern, dem Restaurantbetreiber und den Vereinen eine gute Einnahmequelle mit klaren Regelungen für Vergantung und Zuständigkeit.

 Unser neues Bürgervereinszentrum wird mit all den Überlegungen zu einem einmaligen Projekt das maximal für einen Nutzen und Kostenbedarf ausgelegt wurde. Das Ziel meiner Überlegungen war dabei, allen Bürgerwünschen unserer Gemeinde, so gut es ging, gerecht zu werden.